[Deutsch-Tschechische Fachdialoge mit dem Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem]

Das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch, Tandem, hat mit Unterstützung von Need NO Speed am 3. Juni 2013 in Weiden den 1. Deutsch-Tschechischen Fachdialog zur grenzübergreifenden Drogenprävention veranstaltet.

Teilnehmer waren die Vertreter der Jugendarbeit, Drogenberatungsstellen, Suchtarbeitskreise, Polizei und Zoll aus Tschechien, Bayern und Sachsen. Zu Beginn hat der Veranstalter die Ausgangslage aus Sicht der jeweiligen Teilnehmer skizziert, so dass alle Besucher über die jeweiligen Fachbereiche einen Überblick erhalten haben. Aus Sicht der Teilnehmer ist trotz Intensivierung der polizeilichen Maßnahmen zur Unterbrechung der Vertriebswege festzustellen, dass die Zahl der Drogenkonsumenten (Crystal) steigt und dass Crystal kein regional begrenztes Problem des unmittelbaren Grenzbereiches mehr ist, sondern bereits im Landesinneren präsent ist.

Aus den Beiträgen des Teilnehmerkreises wurde festgehalten, dass Crystal auf dem Weg ist, sich zu einem bundesdeutschen bzw. europäischen Problem zu entwickeln, welches als solches anerkannt werden muss. Anhand der festgestellten Konsumenten steht fest, dass der Anteil der unter 30-Jährigen bei den Konsumenten groß ist. Es wird als bedeutsam erachtet, möglichst frühzeitig die Jugendarbeit in die Prävention einzubeziehen. Weitergehend ist eine grenzübergreifende Kooperation in präventiven Maßnahmen erforderlich, wofür eine entsprechende finanzielle Ausstattung sowie eine strukturelle Ausgestaltung notwendig ist.

In der abschließenden Gesprächsrunde wurden aus den Reihen der Teilnehmer Vorschläge für eine Folgeveranstaltung gemacht, die von Thomas Rudner interessiert aufgenommen wurden.

Zwischenzeitlich wurde von Tandem der 2. Deutsch-Tschechische Fachdialog zur grenzübergreifenden Drogenprävention für den 16.12.2013 in der Max-Reger-Halle in Weiden terminiert. Kernthema dieser Veranstaltung wird laut Tandem sein, sich unter Einbeziehung der Schulen, der Schulsozialarbeit und/oder der Wissenschaft mit dem Thema Prävention, das in der Jugendarbeit bereits ein Schwerpunktthema ist, weiter zu beschäftigen, da im grenzübergreifenden Zusammenwirken der Akteure des Fachdialogs das Potential gesehen wird, dem Drogenproblem entgegenzuwirken.