[Mein Kind nimmt Drogen! Was kann ich/können wir tun?]

Liebe Eltern,

Sie haben bei Ihrem Kind eine Substanz gefunden, die Sie an Drogen denken lässt oder jemand spricht Sie auf einen vermeintlichen Drogenkonsum Ihres Kindes an. Vielleicht haben Sie selbst wegen eines merkwürdigen Verhaltens Ihres Kindes schon mal dran gedacht, dass Drogen im Spiel sein könnten.

Möglicherweise wollen Sie das einfach nicht glauben und gehen mit einem mulmigen Gefühl zur Tagesordnung über. Oder Sie sind fürchterlich erschrocken und voller Angst.

„Was tue ich jetzt?“ und „Hoffentlich bekommt es außerhalb der Familie niemand mit!“ sind erste naheliegende Gedanken.

[Erste Tipps für Eltern bei Drogenkonsum]

Panik ist ein schlechter Ratgeber!

Panik ist ein schlechter Ratgeber und führt zu vorschnellen Reaktionen. Also: Erst mal durchatmen und so komisch es klingt, etwas ruhiger werden.

Werden Sie als Eltern ein Team!

Sprechen Sie als erstes mit Ihrem Partner, damit Sie als Elternteam handeln und sich gegenseitig stützen können. Sich wiedersprechende Botschaften und unterschiedliche Reaktionen Ihrem Kind gegenüber führen in der Regel nicht zu einer Lösung.

Zuallererst sollten Sie als Eltern eine gemeinsame Linie finden. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben zu Beginn! Insbesondere, wenn Ihr Kind schon längere Zeit Drogen konsumiert und Sie schon alles Mögliche („im Guten wie im Bösen“) versucht haben, dann gilt der Satz, der auch über unserem Elternwochenende steht: „Wenn sich nichts ändert, muss ich mich ändern!“ Suchen Sie sich auch als Eltern dazu professionelle Hilfe!

Information ist wichtig!

Holen Sie sich in einem weiteren Schritt auch anonym und telefonisch Informationen. Besprechen Sie Ihre Beobachtungen mit einer außenstehenden Person Ihres Vertrauens oder jemand aus einer Drogenberatungsstelle. Natürlich können Sie uns von Need NO Speed eine Mail schicken.  Wir können Ihnen erste weiterführende Hinweise geben.

Informieren Sie sich im Internet über die verschiedenen Drogen und Ihre Wirkungen, um so später ein kompetenter Gesprächspartner für Ihr Kind zu sein.

Bei der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren können Sie verschiedene Informationsbroschüren bestellen.

Bei Drugscouts finden Sie eine Zusammenstellung aller Drogen mit ausführlicher Beschreibung der Wirkung.

Sprechen Sie ruhig und besonnen, aber konsequent und liebevoll mit Ihrem Kind!

Dann ist der Zeitpunkt gekommen, mit Ihrem Kind Ihre Beobachtungen und Sorgen zu besprechen. Sprechen Sie dabei von Drogenkonsum und nicht von Sucht. Benennen Sie konkret Ihre Sorgen und Ängste. Machen Sie deutlich, dass Sie gegen die Drogen aber nicht gegen Ihr Kind sind und Sie handeln werden!

Nehmen Sie Kontakt zur Beratungsstelle auf!

Gleichgültig ob Ihr Kind mitkommt oder nicht, vereinbaren Sie einen Termin mit einer Beratungsstelle und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie den Weg der Veränderung zunächst auch ohne Ihr Kind einschlagen wollen und dass Sie nach einem ersten Gesprächstermin auch weitere Termine vereinbaren!

Hier finden Sie verschiedene Hilfemöglichkeiten

Veränderung geschieht in kleinen Schritten, aber Ihr Einsatz lohnt sich!

Jeder lange Weg beginnt mit einem ersten Schritt und viele weitere müssen folgen. Erwarten Sie keine schnellen Lösungen, der Weg ist tatsächlich mühevoll.

Vielleicht brauchen Sie tatsächlich selbst intensive Hilfe, um wieder zu Kräften zu kommen. Tun Sie alles für sich, um aus einer leidvollen Opferrolle herauszukommen.

Aber, das zeigen viele Lebensgeschichten immer wieder, er lohnt sich!

Ihr Need NO Speed Team